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Meine erste Erfahrung mit Kodak Portra 400


Es gibt Filme, die man kauft, weil man sie braucht. Und es gibt Filme, die man kauft, weil das Internet sie hyped.

Der Kodak Portra 400 gehört definitiv zur zweiten Kategorie.

Überall liest man: „Der Film für Profis. “„ Cinematic Look.“ „Weich. Edel. Perfekt.“

Irgendwann dachte ich mir: Okay. Dann probiere ich ihn selbst.



Erwartung: Cinematic.

In meinem Kopf war Portra dieser leicht bläuliche, cineastische Film. So ein Look, der Bilder direkt nach Filmszene aussehen lässt. Ruhig, aber besonders.

Geschossen habe ich ihn mit meiner Canon AE-1 Programm und dem 50mm f/1.8.

ISO 400. Komplett manuell.

Ich wollte einfach sehen, wie er sich verhält.


Die ersten Ergebnisse

Ich scanne meine Filme selbst und bearbeite die Bilder anschließend mit Negative Lab Pro, jedes für sich, passend zur jeweiligen Stimmung.

Schon beim ersten Durchsehen ist mir aufgefallen: Die Farben sind wirklich schön.

Nicht übertrieben. Nicht künstlich. Sondern plastisch. Echt.

Portra reagiert gut auf schwierige Licht- und Farbsituationen.

Manche Bilder hatten genau diesen typischen Portra-Look. Andere wirkten ganz anders – obwohl es derselbe Film ist.

Das fand ich spannend.


Das „typische“ Portra-Bild

Wenn ich ein Bild auswählen müsste, das für mich am typischsten nach Portra aussieht, dann ist es das mit dem Baum.

Die Farbstimmung dort entspricht genau dem, was man erwartet. Sanfte, aber klare Farben. Ein Himmel, der nicht schreit. Grün, das nicht überdreht wirkt.

Es fühlt sich ausgewogen an. Natürlich. Ruhig.

Und genau dafür kauft man diesen Film.


Mein persönlicher Favorit

Mein Lieblingsbild ist allerdings ein anderes.

Das Foto am Kölner Dom am Abend – mit dem Licht eines asiatischen Restaurants im Vordergrund.

Das ist weniger „typischer Portra“,aber mehr Gefühl.

Das warme Kunstlicht, die Dunkelheit, diese

Mischung aus Stadt und Atmosphäre –das hat mich mehr abgeholt als jedes perfekte Farbbeispiel.

In solchen Momenten merkt man, dass Portra nicht nur für helle Porträts oder Pastell gedacht ist.

Er funktioniert auch in der Stadt. Bei Nacht. Unter Kunstlicht.


Lübeck & Alltag

Auch die Bilder aus Lübeck gefallen mir sehr.

Sie wirken ruhig. Ehrlich. Unaufgeregt.

Portra 400 gibt Motiven eine gewisse Tiefe. Farben wirken nicht flach, sondern fast greifbar.„Plastisch“ beschreibt es für mich am besten.

Und trotzdem: Nicht jedes Bild sieht automatisch nach diesem klassischen Portra-Instagram-Look aus.

Das Licht entscheidet.




















Ist er overhyped?

Ganz ehrlich?

Nein.

Er ist einer meiner Favoriten geworden.

Nicht, weil er spektakulär oder extrem ist. Sondern weil er ausgewogen wirkt. Echt. Und cinematic.

Ich würde ihn jederzeit wieder kaufen – für Porträts mit guter Ausleuchtung, aber auch einfach für unterwegs.




 
 
 

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